Lüftungssysteme sorgen für kontrollierten Luftaustausch und ein stabiles Raumklima – in Bürogebäuden, Schulen, Krankenhäusern, Museen, Industrieanlagen und technischen Bereichen. Ziel ist eine definierte Luftqualität (z. B. CO₂-Reduktion, Feuchteabfuhr, Filtration) bei möglichst hoher Energieeffizienz. Im Unterschied zum “Lüften per Fenster” arbeiten Lüftungssysteme mit geregelten Luftmengen, Filtern, Ventilatoren und – je nach Konzept – Wärmerückgewinnung, Kühlung oder Heizung.
In dieser Übersicht erfährst du, welche Arten von Lüftungssystemen es gibt, wie sie funktionieren, welche Komponenten entscheidend sind und worauf es bei Auslegung, Betrieb und Energieeffizienz ankommt.
Weiterführende Spezialthemen findest du im HANSA Wiki, z. B.:
Was ist ein Lüftungssystem?
Ein Lüftungssystem ist eine technische Lösung, die Luft gezielt zuführt und abführt. Dadurch lassen sich Luftqualität, Temperatur und Feuchte kontrollieren – abhängig von Nutzung und Anforderungen. Typische Aufgaben sind:
- Abführen von CO₂, Gerüchen, Feuchte und Schadstoffen
- Filtration von Außenluft (z. B. Pollen/Staub, je nach Anwendung)
- Stabilisierung von Raumluftzuständen (Temperatur/Feuchte)
- Energieeffizienz durch Wärmerückgewinnung und bedarfsgerechte Regelung
In der Praxis werden Lüftungssysteme oft als Zu-/Abluftsysteme ausgeführt, häufig mit RLT-Geräten (raumlufttechnischen Anlagen) als zentralem Baustein.
Arten von Lüftungssystemen
Zentrale Lüftungssysteme (mit RLT-Gerät)
Zentrale Systeme versorgen mehrere Bereiche oder Zonen über ein Luftkanalnetz. Vorteil: hohe Leistungsfähigkeit, flexible Regelstrategien und gute Kombination mit Wärmerückgewinnung, Filtration, Kühlung/Heizung. Zentralanlagen sind besonders verbreitet in Industrie, öffentlichen Gebäuden und größeren Büro-/Verwaltungsobjekten.
Dezentrale Lüftungssysteme
Dezentrale Systeme arbeiten raum- oder zonennah (z. B. pro Raum oder Bereich). Vorteil: geringerer Kanalaufwand, oft schnelle Nachrüstung. Je nach Konzept können auch dezentrale Systeme effizient arbeiten – entscheidend sind Regelung, Filterkonzept und Wartungszugänglichkeit.
Zu-/Abluft, Abluft, Mischkonzepte
- Zu-/Abluftsysteme: kontrollierte Zuluft + kontrollierte Abluft (häufige Basis für effiziente Gesamtkonzepte)
- Abluftsysteme: Abführung belasteter Luft, Zuluft über Nachströmung (anwendungsabhängig)
- Misch- und Sonderkonzepte: abhängig von Hygieneanforderungen, Prozessen, Druckstufen (z. B. Überdruck/Unterdruck)
Wichtige Komponenten eines Lüftungssystems
Ein Lüftungssystem ist nur so gut wie seine Kernbausteine:
- Ventilatoren und Auslegung des Druckverlusts (Energiebedarf, Betriebspunkt)
- Filterung der Außenluft (je nach Nutzung und Zielwerten)
- Wärmerückgewinnung (WRG) zur Reduzierung von Heiz-/Kühlenergie
- Regelungstechnik (bedarfsgerechte Luftmengen, Zeitprogramme, Sensorik)
- Luftverteilung (Kanäle, Auslässe, Schalldämpfung, Dichtigkeit)
- optional: Kühlung/Heizung, Befeuchtung/Entfeuchtung (je nach Anforderungen)
Wenn du tiefer einsteigen willst: RLT-Grundlagen
Energieeffizienz: Was macht ein Lüftungssystem sparsam?
Energieeffizienz entsteht selten durch ein einzelnes Bauteil, sondern durch das Zusammenspiel:
- Wärmerückgewinnung (WRG) reduziert Heiz-/Kühlenergie im Jahresverlauf
- Bedarfsgerechte Volumenströme (z. B. CO₂- oder zeitabhängig) senken Ventilatorstrom
- Druckverlustoptimierung (Filter, Kanäle, Komponenten) reduziert elektrische Aufnahme
- Freie Kühlung (Free Cooling) nutzt Außenbedingungen zur Kühlung
- Adiabatische Kühlung kann mechanische Kälte entlasten
Je nach Gebäude und Nutzung ist die “beste” Strategie unterschiedlich. Entscheidend ist, dass Regelung und Auslegung zur Realität passen (Belegung, Laufzeiten, Lastprofile).
Auswahl & Auslegung: Worauf kommt es wirklich an?
Bei der Planung von Lüftungssystemen sind diese Punkte zentral:
- Luftmenge / Volumenstrom passend zur Nutzung (Komfort, Hygiene, Prozess)
- Luftqualität: Filterstrategie, Außenluftqualität, sensible Bereiche
- Feuchteführung: Entfeuchtung/Feuchteabfuhr, Kondensationsrisiken
- Schallschutz: Schalldämpfung und Luftauslässe passend zum Umfeld
- Betrieb & Wartung: Filterwechsel, Zugang, Reinigung, Servicefähigkeit
- Energiekennwerte: WRG-Konzept, Druckverlust, Betriebsmodi
Für Industrie und lange Laufzeiten sind zusätzlich Betriebskosten ein starkes Thema:
Typische Einsatzbereiche – und passende Vertiefungen im Wiki
Lüftungssysteme werden je nach Anforderungen sehr unterschiedlich umgesetzt. Hier sind typische Bereiche (mit deinen bestehenden Artikeln als Vertiefung):
- Schulen
Lüftungssysteme mit HANSA – Überblick
HANSA Klimasysteme entwickelt und realisiert Lösungen für Lüftungstechnik und RLT-Systeme – von der Auslegung über Geräte- und Systemkonzepte bis zum stabilen Betrieb. Je nach Anwendung stehen Energieeffizienz, Hygiene, Prozesssicherheit oder Betriebskosten im Fokus.
Konkrete Einstiege:


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FAQ: Häufige Fragen zu Lüftungssystemen
Eine Lüftungsanlage ist meist die konkrete technische Ausführung (Geräte/Komponenten). “Lüftungssystem” beschreibt das Gesamtkonzept aus Luftführung, Komponenten, Regelung und Betriebsstrategie.
Typisch sind zentrale Lüftungssysteme (mit RLT-Gerät), dezentrale Systeme sowie Zu-/Abluft-, Abluft- und Mischkonzepte – je nach Nutzung und Anforderungen.
Durch WRG, bedarfsgerechte Volumenströme, niedrige Druckverluste und passende Betriebsmodi. Ergänzend können freie Kühlung oder adiabate Kühlung die mechanische Kälte entlasten.
Entscheidend sind Nutzung, Luftqualitäts- und Hygieneanforderungen, Laufzeiten, energetische Ziele, Platz/Einbausituation sowie Betrieb und Wartung.
